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Nutzfahrzeugimmatrikulationen Januar bis Juni 2017

Wirtschaftswachstum stimuliert Nutzfahrzeug-Nachfrage

Bern, 6. Juli 2017


Die Schweizer Wirtschaft wächst. Diesen Schluss kann man beim Blick auf die Entwicklung des Nutzfahrzeug-Markts in den ersten sechs Monaten 2017 ziehen. Im ersten Halbjahr wurden in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein spürbar mehr Lieferwagen (+2,4 Prozent) und Personentransport-Fahrzeuge (+6,8 Prozent) eingelöst als im Vorjahreszeitraum. Das Wachstum bei den Lastwagen ist mit 12,7 Prozent sogar zweistellig.


Analog zum Markt für Personenwagen, der von Januar bis Juni um 0,6 Prozent gewachsen ist, liegen auch alle drei Nutzfahrzeug-Kategorien im Plus. Die leichten Sachentransportfahrzeuge, die vor allem Lieferwagen und leichte Sattelschlepper umfassen, konnten um 2,4 Prozent oder 372 auf 16'003 Einlösungen zulegen. Hier waren vor allem Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 2,6 Tonnen gefragt. «Die Konjunktur hellt sich auf und dies befeuert den Bedarf nach Transportfahrzeugen. Gleichzeitig macht der Trend zu schwereren Lieferwagen die Erreichung des neuen CO2-Ziels ab 2020 von durchschnittlich 147 Gramm pro Kilometer praktisch unmöglich», konstatiert François Launaz, Präsident von auto-schweiz. «Wir sind gespannt auf die genauen Einführungsmodalitäten, welche der Bundesrat im Herbst vorstellen will, und hoffen, dass unsere konstruktiven Vorschläge akzeptiert werden.» Im Rahmen der Vernehmlassung hatte sich auto-schweiz ausführlich zu den entsprechenden Verordnungsänderungen geäussert.

 

Im zweitgrössten Nutzfahrzeug-Segment, den Personentransport-Fahrzeugen, sorgten im ersten Halbjahr einmal mehr die Wohnmobile für Wachstum. Von den insgesamt 2'972 Neuimmatrikulationen entfielen allein 2'557 oder 86 Prozent auf diese Fahrzeugkategorie. Das Plus bei den Wohnmobilen von 217 Einheiten oder 9,3 Prozent konnte damit leichte Rückgänge bei anderen Karosserieformen, beispielsweise Kleinbusse oder Cars, mehr als wettmachen. Insgesamt wurden von Januar bis Juni 188 Personentransport-Fahrzeuge mehr eingelöst als im Vorjahr, ein Zuwachs von 6,8 Prozent.

 

Auch die schweren Nutzfahrzeuge konnten zulegen. Das Plus von 12,7 Prozent oder 273 Neuzulassungen auf 2’426 Lastwagen über 3,5 Tonnen Gesamtgewicht fällt zwar, wie in den beiden anderen Kategorien auch, etwas kleiner aus als nach dem ersten Quartal. Dennoch scheint sich der positive Jahrestrend hier ebenfalls zu verfestigen. Dies bleibt auch für die Schweizer Wirtschaft zu hoffen.

 

Zusammen mit den 158'918 Personenwagen wurden von Januar bis Juni 2017 in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein insgesamt 180'319 neue Motorwagen in Verkehr gesetzt. Dies entspricht einem Zuwachs von 1,0 Prozent oder 1'714 Immatrikulationen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

 

Die detaillierten Zahlen nach Marken stehen auf www.auto.swiss zur Verfügung.


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