Einstellungscheck für mehr Sicherheit

Schnell ins Auto steigen und losfahren – eine klassische Alltagssituation...

Dabei lohnt es sich, vor der Abfahrt fünf Minuten in die eigene Sicherheit und Gesundheit zu investieren. Selbst der aufmerksamste Fahrer kann in einen Unfall verwickelt werden. Einfache Vorsorgemassnahmen können dazu beitragen, die Folgen eines Unfalls zu mildern. Dazu gehören das Tragen von Gurten, die richtige Einstellung des Sitzes und der Kopfstützen sowie eine gute Rundumsicht.

Checkliste für die richtige Einstellung

Sitz

Die richtige Sitzeinstellung schont den Rücken und lässt Sie lange Fahrten bequemer überstehen. Sie ist aber auch im Falle einer Kollision von höchster Bedeutung und kann das Verletzungsrisiko minimieren. Folgende Punkte sollten Sie beachten:

  • Stellen Sie die Sitzhöhe so ein, dass sich die Augenhöhe etwa auf halber Höhe der Frontscheibe befindet und Sie eine gute Übersicht nach allen Seiten sowie auf die Instrumente haben.
  • Drücken Sie die Kupplung: Die Sitzfläche sollte so eingestellt sein, dass das Kniegelenk noch leicht angewinkelt ist. Achten Sie darauf, dass der Sitz vollständig eingerastet ist.
  • Die Rückenlehne muss aufrecht sein. Schaltknüppel, Armaturen und Lenkrad müssen mühelos erreicht werden können. Das Gesäss und die Schultern müssen dicht an der Lehne anliegen. Ideal ist ein Winkel zwischen Rückenlehne und Sitzfläche von etwa 100 Grad.

Kopfstütze

Eine richtig eingestellte Kopfstütze bietet mehr Sicherheit im Strassenverkehr und verringert das Risiko von Verletzungen bei Heckkollisionen. Sind Höhe und Abstand der Kopfstütze richtig eingestellt, wird der Kopf bei einem Aufprall deutlich schonender abgefangen. Als Folge wirken geringere Kräfte auf die Halswirbelsäule ein, was das Risiko von Verletzungen mindert.

  • Die Kopfstütze ist dann richtig eingestellt, wenn ihre Oberkante auf Scheitelhöhe ist. Im Zweifelsfall gilt: Lieber zu hoch als zu tief.
  • Helfen Sie auch Ihren Fahrgästen, die Kopfstütze richtig einzustellen (auch im hinteren Bereich des Wagens).

Eine Präventionskampagne für mehr Sicherheit im Verkehr «Kopf stützen – Nacken schützen» wird vom Schweizerischen Versicherungsverband SVV im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit FVS durchgeführt.

Wertvolle Tipps, wie Sie Ihre Kopfstütze richtig einstellen, finden Sie auf der Website der Kopfstützenkampagne.

Lenkrad

Im Notfall richtig reagieren: Ein auf Sie eingestelltes Lenkrad kann Ihnen dabei helfen, in Extremsituationen schnell und bestimmt zu lenken.

  • Liegt das Handgelenk bei ausgestrecktem Arm auf dem oberen Rand des Lenkrades, haben Sie den optimalen Abstand eingestellt.
  • Halten Sie das Lenkrad in der «Viertel-vor-Drei»-Stellung (d.h. die linke Hand auf 9 Uhr, die rechte auf 3 Uhr), umschliessen Sie es aber keinesfalls mit den Daumen – dies könnte beim Auslösen des Airbags ein Verletzungsrisiko darstellen.

Gurt

Gurte retten Leben! Daher ist es besonders wichtig, dass sie richtig eingestellt werden.

  • Der Beckengurt muss unterhalb der Gürtelschnalle liegen und festgezogen werden.
  • Beim Diagonalgurt ist es wichtig, dass er nicht am Hals einschneidet und nicht verdreht ist. Nur so kann er die optimale Rückhaltewirkung entfalten.

Spiegel

Vor dem Losfahren sollten Sie unbedingt einen kurzen Blick in die beiden Aussenspiegel und in den Innenspiegel werfen.

  • Für die Aussenspiegel gilt: Ein wenig vom eigenen Auto und ganz viel Strasse muss sichtbar sein.
  • Entfernen Sie Anhängsel beim Innenspiegel. Sie lenken vom Fahren ab und nutzen den natürlichen Reflex des Auges für ungewohnte Bewegungen ab.

Gepäck

Ungesicherte Gegenstände können bei einer Vollbremsung zum tödlichen Wurfgeschoss werden.

  • Gepäck und Einkaufstüten gehören in den Kofferraum.

Tiere

Sichern Sie Ihre Tiere genauso wie sich selbst!

  • Hunde können mit speziellen Sicherheitsgurten angeschnallt werden oder nehmen in einem mit einem Gitter gesicherten Kofferraum Platz.
  • Für Katzen, Meerschweinchen, Hamster und Co. sind in der Tierhandlung entsprechende Transportbehälter erhältlich.

Klimaanlage

Falsch eingestellte Klimaanlagen können krank machen.

  • Stellen Sie sicher, dass die Gebläse Sie nicht direkt anblasen.
  • Die maximale Differenz zur Aussentemperatur sollte nicht mehr als 7 Grad betragen. So verhindern Sie Erkältungen und Husten und schonen Ihren Kreislauf.

Quellen: www.autosieger.de, www.tippsundtricks24.de, www.motorgraf.at, www.spiegel.de