Alternative Antriebe

Salon-Rückenwind für Auto-Markt

Dank eines starken Monats März hat der Markt für neue Personenwagen der Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein nach dem ersten Quartal sein Vorjahresniveau erreicht. Im dritten Kalendermonat wurden in den beiden Ländern zusammen 28'958 Neuzulassungen registriert, ein Zuwachs von 3,0 Prozent oder 832 Autos zum Vorjahresmonat. Kumuliert schreibt der Auto-Markt nach drei Monaten des Jahres quasi eine rote Null: Mit 72'065 Immatrikulationen fehlen gerade einmal 24 auf das erste Quartal 2017. Der Schub bei Elektroautos sorgt dabei für einen zweistelligen Marktanteil von 10,2 Prozent der alternativen Antriebe, ein positives Zeichen für die Zukunft.

Erstmals nach einem Quartal steht mit 10,2 Prozent unter dem Strich ein zweistelliger Marktanteil bei den alternativen Antrieben. Mehr als jedes zehnte Auto verfügte über einen Elektro-, Hybrid-, Gas- oder Wasserstoffantrieb. Dabei kommen reinelektrische Modelle kumuliert nach drei Monaten auf 3'023 Zulassungen, ein Plus von 131,6 Prozent. Zusammen mit den Plug-in-Hybriden ist die Marke von fünf Prozent extern aufladbarer Neuwagen überschritten worden. «Damit hätten wir Stand heute schon die Hälfte unseres ‘10/20’-Ziels erreicht – ‘5/19’ quasi», resümiert Christoph Wolnik, Mediensprecher von auto-schweiz. Mit «10/20» will die Vereinigung Schweizer Automobil-Importeure erreichen, dass im kommenden Jahr jeder zehnte neue Personenwagen ein Elektroauto oder Plug-in-Hybrid ist. 

Für die Erreichung der ambitionierten Ziele der Schweiz bei der CO2-Absenkung im Bereich Verkehr ist dies auch nötig. Bereits im kommenden Jahr sinkt der durchschnittliche Zielwert für Personenwagen auf 95 Gramm CO2 pro Kilometer, heute liegt er bei 130 Gramm. Ohne einen weiterhin stark steigenden Anteil alternativer Antriebe am Gesamtmarkt ist die angestrebte Absenkung nicht zu realisieren. Deshalb hat sich auto-schweiz vor rund einem Jahr mit dem Projekt «10/20» das Ziel gesetzt, dass im Jahr 2020 jeder zehnte neue Personenwagen ein reines Elektroauto oder ein Plug-in-Hybrid sein soll. Nur mit emissionsärmeren und -freien Fahrzeugen besteht die Chance, die Absenkungsziele im Strassenverkehr zu erreichen. Mit der Roadmap Elektromobilität, die auto-schweiz gemeinsam mit zahlreichen Partnern von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden sowie Unternehmen und Verbänden aus unterschiedlichen Branchen unterschrieben hat, können die Grundvoraussetzungen für den sauberen Strassenverkehr der Zukunft geschaffen werden.

Angesichts der Entwicklung bei alternativen Antrieben zeigt sich auto-schweiz-Präsident François Launaz erfreut und optimistisch für die Zukunft: «Wir sehen eine positive Entwicklung auf zahlreichen Ebenen. Die Fahrzeughersteller überschlagen sich mit Modellankündigungen mit alternativen Antrieben. Gleichzeitig werden Verbrennungsmotoren immer öfter mit einem Elektromotor kombiniert und so zu einem hybriden Antriebssystem entwickelt.» Dabei trügen alle Bestrebungen in diese Richtung zur CO2-Absenkung bei, so François Launaz weiter. «Der Autoverkehr der Zukunft wird sicher, sauber und leise sein. Wir dürfen uns zurecht auf die Mobilität der Zukunft freuen, die wir gemeinsam mit den vielen helfenden Händen in der Roadmap Elektromobilität vorbereiten wollen. Wenn wir nun noch mit Investitionen in die Strasseninfrastruktur die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen, können wir die Effizienz erheblich steigern und so unserer Volkswirtschaft jährlich rund zwei Milliarden Franken Schaden durch Stau ersparen.»

BEV = Battery Electric Vehicle, batterieelektrisches Fahrzeug

REXRange EXtender, Verbrennungsmotor zum Laden der Batterie

HEVHybrid Electric Vehicle, Hybrid-Elektro-Fahrzeug

PHEVPlug-in Hybrid Electric Vehicle, Hybrid-Fahrzeug mit externer Lademöglichkeit

FCEVFuel Cell Electric Vehicle, Brennstoffzellenfahrzeug, meist mit Wasserstoff als Energiequelle

CNGCompressed Natural Gas, Erdgas-/Biogas-Fahrzeuge

Sonstige = z.B. Autogas LPG (Liquefied Petroleum Gas)