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Autonomes Fahren: „Physik, nicht Ethik“

Immer wieder wird bei der Diskussion über die technische Entwicklung des autonomen Fahrens über Ethik diskutiert. Sollten Fahrzeuge einst selbstfahrend über unsere Strassen flitzen und in eine brenzlige Situation kommen: Wie entscheiden sie, ob sie im Zweifelsfall eine Mutter mit Kind auf einem Zebrastreifen umfahren oder in eine Gruppe Senioren rasen? Davon abgesehen, dass solch ein Fall höchst hypothetisch wäre, machen sich natürlich auch Forscher und Entwickler in der Automobilindustrie ihre Überlegungen dazu. Der Leiter der Division Autonomes Fahren bei BMW, Armin Gräter, hat im Rahmen eines Interviews mit den "Salzburger Nachrichten" auf eine entsprechende Frage eine bemerkenswerte Antwort gegeben. Seine Sicht der Dinge im Wortlaut:   Frage: Welche Rolle messen Sie der Ethik bei, wenn nicht mehr Menschen Autos kontrollieren? Armin Gräter: Wir entwickeln diese Systeme so, dass der Straßenverkehr sicherer wird. Die Fahrstrategie eines autonomen Fahrzeugs wird nie so offensiv sein wie die eines sportlichen Autofahrers. Das wird immer eine defensive Fahrstrategie haben. Es wird also nicht zu zugespitzten Fällen kommen, in denen ein Auto zwischen der Kollision mit einem Kind und einem älteren Menschen entscheiden muss. Wenn doch, findet es entweder einen Weg, um alle Hindernisse zu vermeiden, oder es fährt geradeaus. Denn mit gerade stehenden Rädern können sie die größten Verzögerungen auf die Straße bringen und damit Unfallfolgen minimieren. Da stellt sich die ethische Frage nicht, das ist Physik.   Das ganze Interview gibt es zum Nachlesen bei den Salzburger Nachrichten.

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